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Vollständige Liste der Ansprechpartner der DLRG Ortsgruppe Datteln e.V. findest du hier .
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Ein intensives, lehrreiches und am Ende hautnah dramatisches Wochenende auf Spiekeroog liegt hinter unseren engagierten Rettungskräften Jo Haas und seinen Söhnen Finn und Luis, den frischgebackenen Rettungsbootführern. Auch in diesem Jahr verbringt die Familie Haas ihren Sommerurlaub ganz im Zeichen der DLRG.
Um die Sicherheit am Strand und auf dem Wasser für die anstehende Saison 2026 zu gewährleisten, versammelten sich die drei gemeinsam mit den diesjährigen Wachführern zu einem zentralen Vorbereitungstreffen auf der Insel.
Die ersten Tage des verlängerten Wochenendes standen im Zeichen der Koordination und technischen Einweisung. In enger Zusammenarbeit mit der örtlichen Feuerwehr und dem Rettungsdienst wurden Besonderheiten der Insel, Dienstabläufe und Verfahrensanweisungen detailliert abgestimmt.
Ein besonderer Fokus lag auf der Vorbereitung für den Extremfall – etwa einen Massenanfall von Verletzten (MANV). Die Retter erhielten eine umfassende Einweisung in den neu stationierten MANV-Anhänger, der bei Unglücken mit vielen Betroffenen lebenswichtige Ausrüstung bereithält. Zudem stand eine detaillierte Schulung am Rettungswagen (RTW) auf dem Programm, um eine reibungslose Zusammenarbeit und Übergabe zwischen den Organisationen zu gewährleisten.
Der Höhepunkt des Wochenendes war eine groß angelegte Einsatzübung am Hauptbadestrand. Unter dem Szenario „Personen im Wasser“ und „vermisster Kitesurfer“ arbeiteten die DLRG, die Wassereinsatztruppe der Feuerwehr, der Rettungsdienst sowie die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) eng zusammen.
Unter realistischen und extremen Bedingungen mit schwerer See und zwei bis drei Meter hohen Wellen koordinierten die Einsatzkräfte ein Großaufgebot modernster Technik: Rettungs-Jetskis pflügten durch die starke Brandung, eine Aufklärungsdrohne suchte das unruhige Meer aus der Luft ab und ein Seenotrettungskreuzer sicherte die Kameraden seeseitig ab.
Die Einsatzkräfte gingen dabei körperlich und mental an ihre Grenzen. Die Übung zeigte eindrucksvoll, wie essenziell die organisationsübergreifende Zusammenarbeit der Hilfsorganisationen ist, damit im Ernstfall alle Abläufe perfekt ineinandergreifen.
Wie nah Training und Realität beieinanderliegen, zeigte sich während der Übung unmittelbar: Ein DLRG-Wasserretter stürzte bei der Unterstützung der Jetski-Einheiten in der schweren Brandung der Nordsee schwer. Sofort lief die Rettungskette an. Aufgrund des Verdachts auf eine schwere Kopf- oder Wirbelsäulenverletzung wurde der verunglückte Retter per Hubschrauber in eine Klinik auf dem Festland geflogen.
Nach Stunden des bangen Wartens folgte am Abend schließlich die große Erleichterung: Die Verletzungen stellten sich glücklicherweise als weniger schwerwiegend heraus. Bereits am nächsten Tag konnte der Kamerad das Krankenhaus wieder verlassen.
Nach dem Schrecken und der glücklichen Entwarnung fand das Wochenende einen versöhnlichen Abschluss. Der offizielle Saisonauftakt wurde von den erschöpften, aber sichtbar zusammengeschweißten Rettern bei einem gemeinsamen Grillabend gefeiert.
Die Insel Spiekeroog ist damit bestens auf den Sommer und den Schutz ihrer Badegäste vorbereitet. Auch Finn und Luis kehrten mit vielen wertvollen Erfahrungen von ihrem ersten intensiven Einsatzwochenende zurück und freuen sich bereits auf ihre bevorstehende Zeit im Wachdienst.
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